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Silberpuls.de — gefühlter Relaunch Nummer Zwölf
Zeit ist relativ. Das hat schon Albert Einstein festgestellt — eine seiner eher positiven Entdeckungen. Meine Zeit für Eigenprojekte ist relativ, relativ kurz. Und so ist es nicht verwunderlich, dass wie man so schön sagt »der Schuster die schlechtesten Schuhe trägt«. Damit soll nun endlich Schluss sein, oder?
Silberpuls.de ist ab sofort in neuem Gewandt. Den Kennern unter den Lesern mag das bekannt vorkommen, ist doch diese Seite schon des öfteren Hals-über-Kopf erneuert worden. Und doch, etwas ist anders. Nummer Zwölf — Codename »Snow-Leopold« — ist die erste Fassung dieser Seite, bei der ich zumindest das grobe Screendesign in Photoshop anfertigte. Zu früheren Zeiten war ich dazu zu ungeduldig — so wurde meist das Gerüst bereits in HTML/CSS gecoded, zum Leidwesen des Betrachters.
Die neuen Versionen der Seite spiegeln fast immer das wider, was ich als aktuelle Strömung empfinde — dummerweise ist das meist heterogen. Privat kann ich mich selten entscheiden, ob ich lieber etwas »sleekes« oder etwas »webbiges« haben möchte. So ist der eigene Schuh tatsächlich der, der am meisten und vor allem am öftesten drückt. Schon wenige Stunden nach Relaunch (der am offenen Herzen durchgeführt wird) springe ich leidenschaftlich zum nächsten Strom, zur nächsten Idee. Das wird immer so sein.
Die aktuelle Seite ist noch weit davon entfernt, fertig zu sein — womöglich ist aber die Webpräsenz eines Designers genauso ein Fall wie das Eigenheim. Bei Eigenheimen sagt man, es sei dann fertig, wenn der Bewohner stirbt. So darf die aktuell nun vorliegende Seite als Gerüst gesehen werden, die hoffentlich in der nächsten Zeit mit Inhalten gefüllt wird — und mit wirklich durchdachten Texten. Petri heil.
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Review der mobilen Festplatte »Seagate Hybrid Drive«
(Quelle: Seagate.com)Darvin ist gut angekommen. Soweit schon beschrieben. Die Konfiguration des MacBook Pros befindet sich an der aktuellen Obergrenze der Spezifikationen — hinzu kam ein Testballon einer neuen Seagate-Technologie, die — ähnlich der Atom- vs. Naturstromdebatte — ein neues Zeitalter einläuten wird. Waren optische Laufwerke (Compact Disks) der Tod der Disketten mit Magnettechnologie, so ist der Flash-Speicher die logische Weiterentwicklung der klassischen Festplatten. Was im niedervolumigen Sektor begann, schwappt nun langsam auch in den hochkapazitären Markt.
Technologische Grundlagen
Die Vorteile liegen auf der Hand: keine beweglichen Teile reduzieren zum einen die Stoßanfälligkeit und zum zweiten die theoretische Stromlast — weiterhin ist die Schreib-/Lesegeschwindigkeit im Durchschnitt deutlich höher. Theoretisch deswegen, weil sogenannte Solid-State-Drives (SSDs — also rein Flash-basierte Speicher) aktuell noch einen recht hohen Energiebedarf haben. Apple hat mit Markteinführung des MacBook Air vor einigen Jahren das Zeitalter für Consumer-SSDs eingeläutet, zum damaligen Zeitpunkt kostete eine niedervolumige Lösung noch etwa 900€. Deren Kapazitätsexplosion und die mit der Massenentwicklung einhergehende Preisreduktion ist mittlerweile spürbar, so sind im mittelvolumigen Sektor mittlerweile recht gute SSDs für einen relativ vernünftigen Preis zu erstehen. Dennoch, im Consumer-Markt wird es noch etwas brauchen bis die Volumina, die heutige Festplatten auf Spindelbasis mit sich bringen, wirklich wettbewerbsfähig sein werden.
Seagate verhält sich ähnlich wie es Toyota im Antriebssektor von Automobilen bereits mit der Einführung der Hybridtechnologie erprobte: wenn eine Technologie noch nicht die alleinige Marktherrschaft übernommen hat, dann kombinieren wir eben klassische und innovative Errungenschaft miteinander. So ist es nur konsquent, dass Seagate einen Hybriden entwickelt, der als Brückentechnologie gelten wird: eine klassiche, hochtourige Spindelfestplatte kombiniert mit einem niedrigvolumigen Flash-Speicher. Laut Seagate lagert die intelligente Speicherverwaltung häufig gebrauchte Daten auf den Flash-Speicher aus, schnelle Zugriffe auf häufig gebrauchte Daten sind damit möglich.
Die Erfahrung
Nach zwei Tagen intensiver Nutzung im nagelneuen MacBook Pro ist die subjektive Erfahrung die folgende: im Gegensatz zu reinen SSD-Videos auf Youtube ändert sich die Bootgeschwindigkeit nicht merklich. Dies konnte ich »testen«, weil ich zunächst die von Apple standardmäßig verbaute, gleichkapazitäre und mit gleicher Spindelgeschwindigkeit versehene Platte nutzte. Ein merklicher Unterschied ergibt sich zum einen bei der häufigen Launchapp »Spotlight« — ebenso beim Programmstart von Monsterprogrammen wie Adobes Creative Suite 5. Ein gefühlter Nachteil, der auch an der für mich ungewohnt hohen Spindelgeschwindigkeit liegen mag: die Festplatte lässt das Unibody-Gehäuse merklich vibrieren. Im Vergleich zu reinen SSDs ist vor allem der Preis wettbewerbsfähig: die aktuell einzig marktreife Hybridfestplatte »Seagate Momentus XT« kostet mit einer Kapazität von 500GB, einer Spindelgeschwindigkeit von 7200U/min, soliden 32MB Cache und 4GB Flash-Speicher etwa 100€. Im Vergleich zu »normalen« Festplatten also eine Preissteigerung um etwa 50%. Ob sich das tatsächlich lohnt bleibt fraglich. Sicher hingegen ist, dass Flash-Speichern die Zukunft gehören wird und die Reise dahin nun ernsthaft beginnt.
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Finally — #3

Das neue Office ist komplett. Es kann weitergehen und das ohne Unterbrechung. Die Teufelsmaschine steht mir nun — so ich sie denn gut pflege — mit Rat und Tat beiseite. Sein Name? Er verriet mir des gestrigen Abends seine Schöpfer haben ihn Darvin genannt, eine Hommage an Marvin (Hitchhiker’s guide through the galaxy) und den OSX’schen Terminalbegrüßungsspruch »Welcome to Darwin«. Ihr könnt ihm auch gerne schreiben (darvin@silberpuls.de). Danke nochmals an Andy für die Unterstützung bei der Veräußerung von Firmenmitteln (s.u.).
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Ausverkauf des Firmeneigenen MacBookPro 17”

Der Tag der Tage ist gekommen, altes muss erneuert werden. Da meine Ansprüche steigen und die finanzielle Abschreibung es ermöglicht. Das tägliche, grafisch-anspruchsvolle Arbeiten mit großen Datenmengen auf meinem MacBook Pro ist etwas mühsam geworden, die Leistung reicht, für meine Bedürfnisse — trotz des zu seiner Zeit topmodelligen Modells — nicht mehr aus. Das »Neue« ist bestellt, das Alte liegt nun brach. Ab nächster Woche verkaufe ich somit mein liebgewonnenes, immer gepflegtes MacBook Pro 17”. Das Gerät hat keine Macken, keine Kratzer, keine Stürze und wurde aufgrund der großen Displayfläche immer mit einem Silikonschutz auf der Tastatur transportiert. Wer Interesse an diesem Schmankerl hat, der möge sich bei mir melden. Anbei die genaueren Details:
- MacBook Pro (early 2008) mit 2,5 GHz Core2Duo Prozessor (Penryn)
- aufgerüstet auf 4GB Arbeitsspeicher
- 250GB original von Apple verbaute Festplatte mit 5400U/min (energiesparend)
- 17” hires glossy Monitor (1920x1200px)
- NVIDIA Gforce 8600M GT Grafikkarte 512MB
- Originalkarton
- MacBook Pro Akku (kann selbst ausgetauscht werden) + Ladegerät 85W
- Mighty Mouse (kabelgebunden)
- OSX 10.6 SnowLeopard und iWorks 08
- T-Mobile Express Card V für’s Surfen unterwegs (ohne Vertrag & Karte)
- 17” Neoprenhülle in schwarz
- Silikonauflage für die Tastatur
- Spezifiationen: http://support.apple.com/kb/sp4
- Listenpreis: http://bit.ly/9aD1dP
Das Gerät hat noch Apple-Care-Protection bis zum 30.03.2011 und wurde dementsprechend am 30.03.2008 bei Apple direkt gekauft. Preislich stelle ich mir eine VHB von 950€ vor. Gerne kann ich nach der kompletten Löschung der Festplatte eine Grundinstallation für OSX 10.6 vornehmen, sodass Ihr direkt loslegen könnt. Interesse? Dann meldet euch bei mir.
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Yay, that’s it.
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Freiberufliches Arbeiten — Chance oder Zukunft?

Für manchen mag oben Stehendes keine Fragestellung, vielmehr eine Feststellung sein. Die Zukunft des kreativen Marktes hat sich gewandelt. Freelancerverträge sind gängiges Mittel um — fixkostensparend — Manpower in Agenturen zu bringen — soweit keine Neuheit. Doch was bedeutet dies für den »Angestellten«, welche Gefahren, Fallen aber auch Vorteile birgt dieser Zustand? Berichte über die Vorteile gibt es in Massen, die Hindernisse werden oft unterschätzt.
Die Freiheit ruft
Freelancen, das erträumt man sich in jungen Agentur-Jahren: hier und dort hineinschnuppern, mehrere Auftraggeber und damit auch eine Diversität an Einblicken bekommen, spannende Projekte stemmen und in den Genuss eigener Zeiteinteilung kommen. Die Realität sieht manchmal anders aus, gerade wenn man noch »Frischling« ist. Dann steht das freisein eher auf dem Papier, zusätzlich zum tatsächlichen Arbeitsaufwand kommen Dinge wie Umsatzsteuervoranmeldung, eigene Krankenversicherung, Angebots- und Rechnungsstellung sowie Aquise hinzu. Die tatsächliche Arbeitszeit wird damit drastisch reduziert, besser noch: die Arbeitszeit dehnt sich um den entsprechenden Aufwand nach hinten aus. Gerade in Jungen Jahren, ohne die entsprechende Erfahrung wird man von erfahrenen Hasen überrannt, was in geregelten Festanstellungen klar ist, muss in Freelancerverträgen hart erkämpft werden. In diesem Post soll es in kurzer Auflistung um die Dinge gehen, die es zu lernen gilt.
Erste Schritte
- Freiberuflichkeit anmelden. Zu Beginn einer jeden soliden Freiberuflichkeit steht die Anmeldung beim Finanzamt. Es mag seltsam erscheinen aber hier ist das Ausfüllen eines »kleinen« Bogens von Nöten, den man sich beim jeweiligen Finanzamt herunterladen kann, wichtig hierbei: nimmt man die Geschichte ernst, so sollte man sich eine UStIdNr geben lassen — auch wenn dies erheblichen Mehraufwand nach sich zieht.
- Die erste Hilfe. Ein grandioses Buch zur Vermeidung der größten Fehler findet man beim Verlag Hermann Schmidt (Mainz): Parcours
- Professionelle Hilfe. Ein Steuerberater mag im ersten Schritt nicht zwingend notwendig sein, ist jedoch im weiteren Verlauf fast unumgänglich. Je nachdem welche Dinge man sich zutraut, mag bspw. das Anmelden der Umsatzsteuer alleine möglich sein, ein Blick auf die jeweiligen Formulare erklärt meine Bedenken hierzu.
- Sicherheit. Mag eine Rechtsschutzversicherung auch nicht die günstigste sein, im Arbeitsleben (sollte) man nicht drumherumkommen. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass man sich generell sicherer fühlt und in brenzligen Situationen um Rat und zur Not auch um Tat fragen kann.
- Künstlersozialkasse (KSK) ist ein Kann, muss aber nicht. Die Vorteile liegen jedoch auf der Hand: — ähnlich der Beamten-Beihilfe — spart der Künstler 50% der monatlichen Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge. Da der Auftraggeber (wenn er ein Verwerter der freiberuflichen Leistungen ist) automatisch KSK-Abgaben abführen muss (ca. 5%), unabhängig davon ob der Auftragnehmer Mitglied der KSK ist, widerfährt dem Kunden-/Auftraggeberverhältnis hierdurch keine Komplizierung.
Angebot und Nachfrage
- Angebote und Rechnungen. Diese beiden wichtigsten Vertreter geschäftlicher Korrespondenz kann man manuell bewerkstelligen, ich würde mich jedoch immer wieder für ein professionelles Programm entscheiden. Wichtig hierbei: auf die Dinge achten, die laut deutschem (oder ausländischem) Recht gelten. Namentlich beispielsweise die durchlaufende Rechnungsnummer, korrekte Anschriften von Auftraggeber und -nehmer, Steuernummern, Leistungszeiträume und Kontoverbindungen samt Inhaber.
- Angebote stellen will gelernt sein, meine Regel ist mittlerweile die Folgende: lieber etwas ausführlicher als zu knapp. Klar verschreckt ein großes Angebot möglicherweise den Kunden — auf der anderen Seite ist es für beide Seiten sinnvoller, die einzelnen Schritte sind hieb- und stichfest definiert. Dadurch generieren sich weniger Missverständnisse, das angestrebte Arbeitsverhältnis wird solider und beiderseits transparenter.
- Loyalität ist nicht immer einfach. Oft bekommt man die Anfragen links und rechts im Abseits oder gar im Strafraum. Hier sollte man sich zur goldenen Regel machen: Loyalität ist der Schlüssel zu regelmäßigem Einkommen, auch für Freibeuter
Pro-Bono vs. Professionalität
- Pro-Bono-Jobs sind das A und O jegliches kreativen Wirkens. Einerseits bringen diese Publicity, andererseits sind dies gerade die Aufträge die meines Erachtens nach am meisten Freude bringen, wenn auch nicht auf dem Kontostand. Wie so oft, die Waage bringt die Entscheidung. Habe ich genug finanzielle Luft um einen Auftrag anzunehmen, der möglicherweise weniger einbringt als Aufwand nach sich zieht? Wenn diese Antwort mit »Ja« beantwortet werden kann, dann sollte man sich fragen welche Kreise der Auftrag ziehen könnte. Sicher gehören hierzu nicht unbedingt Aufträge innerhalb der Verwandschaft, die man »mal eben so machen kann« — vielmehr muss ein Grad der Seriösität und des Verbreitungsgrades sichergestellt sein. Kunst, Kultur, Soziales und mehr sind solche Tätigkeitsfelder.
- Was ist Soziales?. Einer der wichtigsten Punkte die gelernt werden sollten: Arbeit ist Leistung — und Leistung muss sich lohnen. Im Zeitalter in dem jeder auf seinem Rechner Photoshop vorfindet und eine digitale Kamera besitzt ist die Rechtfertigung für eine professionelle Ausführung oftmals schwer. Gerade im Bekanntenkreis. Aber: Jede Arbeit ist Leistung!
Leid, Wasser und Brot
- Zahlungsverzug & Co. Nicht das es zwangsläufig dazu kommen müsste, aber Mahnungen und Gerichtsverfahren werden im Freelancerleben vorkommen. Wichtig ist hierbei sich rechtlich über die Konsequenzen im Klaren zu sein. Google & Co sind sicher eine Hilfe, ersetzen aber nicht einen guten Kontakt zu einem Rechtsanwalt oder eben oben genannte Versicherung.
- Vorauskasse oder Abschlagszahlungen sind nicht die Mittel meiner Wahl um zumindest einen gewissen Teil des Soldes zu bekommen, aber sie können helfen. Ich versuche meinen Kollegen und Auftraggebern zu vertrauen. Sollte das einmal nicht der Fall sein, so darf man sich nicht zu schade sein eine Abschlagszahlung zu vereinbaren. Denn Waren werden fast immer im Vorhinein bezahlt, warum nicht auch Dienstleistungen?
Und doch Freiheit?
Freelancen, das bedeutet nicht nur Nachteile zu haben, im Gegenteil, die Freiheit zu haben den eigenen Tagesablauf nahezu selbst planen zu können ist viel wert. Ich möchte mit diesem Artikel auch keinesfalls davon abraten — aus gegebenem Anlass nur den _frei_willigen unter euch die Chancen und Abgünde aufzeigen.
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Social Media — Allheilmittel oder Kostenfalle?
Social Media ist ein geflügeltes Wort. Zur Zeit in aller Munde und damit wohl mindestens genauso »hip« wie zu seiner Zeit Web2.0. Doch was ist Social Media und wofür brauche ich das eigentlich? Diese Frage höre ich gerade in letzter Zeit immer öfter. War es früher normal, bei einem Branding-Prozess über print und nonprint zu reden, so folgt nun das dritte Standbein, dass in einschlägigen Branchen als Wundermittel angepriesen wird. Horrende Summen werden für scheinbare Dienstleistungen ausgegeben deren tatsächliche Wirkung fragwürdig bleibt — vor allem, da oftmals die Zielgruppe aus dem Auge verloren wird.

Der Missbrauch
Twitter, facebook, youtube und Co werden zum Standard-Kommunikationskanal. Das Ergebnis: Spam-Accounts, deren Wirkung auf die höchst sensible Web-Community mehr als negativ ist. Eine regelrecht mafiöse Struktur hat sich vor allem auch unter den Dienstleistungen aufgetan: Werbe- und Marketingagenturen riechen den Braten, erstellen Konzepte deren Standardzutaten eine Gewinnspiel auf facebook, ein twitter-Account und einer dieser faszinierenden youtube-channels ist. Doch wo bleibt die Frage nach dem Warum? Was kann Social Media wirklich bewirken?
Der Sinn
Meines Erachtens ist Social Media eine riesige Chance für Unternehmen, sich auf die Werte einer Dienstleistung zurückzubesinnen: einen Dienst zu leisten. Sah man in der Vergangenheit mehr und mehr die Abschottung zu Endkunden als Grundlage einer finanziellen Amortisierung — so schaffen twitter und facebook heute eine scheinbare Nähe. Unternehmen kümmern sich um die Belange ihrer Kunden, hören hin und suchen nach Lösungen. Ich selbst bin mehr als begeistert gewesen, als ich bei O2business endlich einen Ansprechpartner vorfand, einen der sich tatsächlich um meine Belange kümmerte.
Die Gefahr
Doch trügt der Schein? Geht es nicht vielmehr darum, dass sich Firmen des Problemfaktors bewusst werden, der sich für sie durch soziale Medien aufgetan hat: früher habe ich bei Unzufriedenheit über eine Dienstleistung meinen Mitmenschen — sagen wir 3-5 Personen — meinen Unmut kundgetan, heute poste ich dies via twitter und Erreiche damit schätzungsweise 300 Menschen. Die Meinungs-Mulitplikation der Social Media Dienste ist zugleich das Problem, denn ein negativer Tweet oder eine negative Statusmeldung ziehen viel größere Kreise in der community als ein persönliches Wort unter Freunden. Über sogenannte Hash-tags ist es für Unternehmen leicht geworden, dass Netz nach relevanten Meinungsäußerungen zu durchsuchen und dementsprechend zu reagieren. Im besten Falle mit einer kleinen »Bauchpinselei«, die dem Kunden das Gefühl gibt, verstanden zu werden. Und in der Hoffnung, dass er ebenso diese Meinung kundtut.
Alles Lüge?
Nein, Social Media wird Bestandteil jeglicher Unternehmenskommunikation werden — und keiner wird sich dem entgegenstellen können. So wie der Siegeszug des Internets eine Präsenz im Netz für Unternehmen erzwungen hat, so wird dies auch mit sozialen Kanälen passieren. Und es ist gut. Denn neben der virtuellen Nähe, die trotz all der genannten Faktoren auch Chancen auftut, ist es für Unternehmen wieder ein Stück möglicher geworden, Identität und Persönlichkeit aufzubauen — und das mittels eines Mediums, das lange als anonym galt. Und genau deswegen ist es wichtig, glaubwürdig zu bleiben. Eine treffliche Zielgruppenanalyse kann ergeben, dass Social Media wichtig für eine Firma ist — und dann, aber auch nur dann, ist der Aufwand gerechtfertigt, sich Gedanken über ein Kommunikationskonzept in der Community zu machen. Ansonsten bleibt twitter, facebook & Co eine Unterhaltungsmedium, das mehr als eine Berechtigung hat das digitale Zeitalter voranzutreiben.
Fazit und Ausblick
So wie ein Mensch ohne sozialen Kontakt verkümmert, so verkümmerte auch lange Zeit die Unternehmenskommunikation — die Chance von Social Media Kanälen ist genau diesen »sozialen« Kontakt wieder herzustellen: auf Kundenwünsche einzugehen und auf Augenhöhe dem Käufer zu begegnen. Und die Vorteile für das Unternehmen? Es gibt wenig kostengünstigere Möglichkeiten Meinungs- und Stimmungsbilder zu akkumulieren und damit quasi Marktforschung und Trendanalyse direkt am Puls des Geschehens zu generieren. Doch wie so oft: es zählt die Qualität.
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Invoicing Tools für Grafiker/Kreative

Timetracking, Projektmanagement, Invoicing
Rechnungsstellung und Projektmanagement sind zunächst zwei verschiedene paar Schuhe — und dennoch merkt man beim »Invoicing« schnell den Vorteil guten Projektmanagements. Gerade wenn man viele Kostenvoranschläge und Rechnungen stellt — vielleicht zwecks Freiberuflichkeit und Künstlersozialkasse auf detaillierte Positionen rückgreifen muss — kommt man um eine native Lösung nicht herum. Nun kenne ich mehrere Agenturen, die ohne auskommen, kenne jedoch auch den erheblichen Mehraufwand und nicht zuletzt die fehlende Kontrolle über die Zeiten… Die Frage bleibt, welche Lösung ist die sinnvollste? Im WorldWideWeb gibt es eine Vielfalt an Programmen, die von Hilfestellung bis Komplettlösung die korrekte und schnelle Abwicklung ermöglichen wollen. Problem ist meist entweder die fehlende Deutschsprachigkeit oder die starre Administration. Gemeinsam mit vortrieb habe ich in den letzten Monaten diverse Invoicing-Programme getestet und die jeweiligen Vor- und Nachteile extrahieren können. Diese Zusammenstellung hat nicht den Anspruch absoluter Korrekt- und Komplettheit — ist vielmehr eine persönliche Gegenüberstellung:
Kostenvoranschlag- und Rechnungserstellung (Invoicing)
Bei Programmen, die mich bei der Rechnungsstellung unterstützen wollen lege ich besonders wert auf »grafische Anpassbarkeit« und »flexible Handhabung«. Mehr als wichtig ist mir gleichsam die native Einbindung in mein Betriebssystem OSX; genauer: die intuitive Oberfläche, die Verknüpfung mit iCal, Mail und Adressbuch.
- Revolver Vor etwa einem Jahr habe ich »Revolver« (V6) bei meiner Bremer Arbeitsstelle intensiv kennenlernen können. Die ca. 300EUR/Arbeitsplatz sind für mittlere Agenturgrößen sicher nicht schlecht investiert. Der Support ist schnell, auf deutsch und meist mehr als kooperativ. Meiner Erfahrung nach ist das Programm so ziemlich zu allem fähig was man möchte, vor allem die Rechtevergabe ist ausgereift. Problematisch empfand ich die Stabilität der Datenbank (was angeblich besser geworden ist) und die Starrheit die durch die Komplexität verursacht wird.
- Billings Billings (V. 3) habe ich nur kurzzeitig verwendet. Wundervoll ist die native Anbindung an OSX, die es Menschen mit Apple-Rechnern sehr einfach macht, sich zurechtzufinden. Das integrierte Timetracking funktioniert einfach und schnell. Der deutliche Nachteil ist die Template-Erstellung. Die etwas inflexible Art — vor allem bei mehrseitigen Dokumenten mit unterschiedlichen Erst- und Zweitbögen — und die rein Englische Sprache ist anstrengend. Englisch ist generell kein Problem, zu Schwierigkeiten führt das erst, wenn bei der Dokumentanlage zunächst alle Begriffe manuell übersetzt werden müssen. Für mich ein Ausschlusskriterium.
- GrandTotal Wie bei Billings merkt man direkt beim Öffnen die native Integration GrandTotals in OSX. Die Schaltflächen und die Struktur sind eine Mischung aus Revolver und Billings — man könnte soweit gehen zu sagen: hier wurden die Vorteile extrahiert und die Nachteile abgespeckt. Das Programm ist übersichtlich, die Funktionen für einen Einzelplatz definitiv ausreichend. Unschön ist, dass es keine direkte Möglichkeit gibt Timetracking für die einzelnen Positionen anzulegen. Das ebenfalls vom Hersteller zu beziehende TimeLog ist ein aufgeblasenes Tool, das weder intuitiv zu bedienen ist — noch direkt mit GrandTotal interagiert. Zeiten müssen eher importiert denn integriert werden.
- Troi Troi ist von der von mir bewunderten Münchner Agentur Martin et Karczinski aus dem Agenturalltag extrahiert worden. Die Idee: eine webbasierende und komplette Lösung zu schaffen. Die Vorteile liegen auf der Hand: von überall zugriffsbereit und unglaublich flexibel. Der Hauptgrund wieso das System für kleine Agenturen und Einzelkämpfer nicht in Frage kommt ist der Preis: ca 1000EUR/Arbeitsplatz. Der Support ist auch hier elegant und vollintegriert.
Mein Fazit: ich habe mich für GrandTotal entschieden. Das Template war aus einem Briefbogen innerhalb von Mitnuten zusammengestellt.
Timetracking
Als ergänzende Timetracking-Funktion nutze ich das rudimentäre aber stark automatisierte Minco (ca. 10$) — kennenlernen konnte ich auch 37signals basecamp-Erweiterung mit Timetracking, wobei es sich hier eher um eine zusätzliche Funktion handelt, manuell Zeiten nachzutragen. Das bereits oben genannte Tool TimeLog4 ist zwar unglaublich mächtig — aber genauso kompliziert. Es gibt dutzende weitere Tools, die sich ständig erweitern und ergänzen, eine recht komplette Liste gibt’s hier bei iusethis.com
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Adobe CS5 Branding Interview